Psychosomatische Medizin

Die Wechselwirkung zwischen Körper und Psyche ist weitläufig bekannt. 

Psychische Einflüsse können sich somatisch (körperlich/in der Zelle) auswirken und auch umgekehrt. 

Unser Wohlbefinden – wie wir uns fühlen – hat einen enormen Einfluss auf unser Leben. Es entscheidet darüber, wie wir es aktiv gestallten können und wie erfüllend wir unser Leben erachten. 

 Die moderne Ausrede

Leider wird heutzutage in der Medizin viel zu schnell alles „psychosomatisiert“, ohne dass wirklich eine umfangreiche Diagnostik gemacht wurde.

Die Psyche scheint die „Ausrede“ in der Medizin geworden zu sein und der Patient wird damit alleine stehen gelassen.

Patienten die zu mir in die Praxis kommen, stehen meist mit leeren Händen da. 

Wichtige Untersuchungen wurden ausgelassen, natürlich auch Teils aus Gründen, dass die gesetzlichen Krankenkassen diese nicht decken und der Patient in seiner Eigenverantwortung selbst für die Laborkosten aufkommen müsste. 

 

 

Zu einer guten Diagnostik gehört:

-Die Untersuchung von unseren wichtigsten Energielieferanten (Mineralstoffe/Vitamine) ohne die keine Zelle Energie herstellen kann und keine Hormone gebildet werden können und auch unser Immunsystem nicht funktioniert

-Untersuchung unseres Hormonhaushaltes (Schilddrüse, weibliche/männliche Hormone, Nebenniere)

-Umfangreiche Diagnostik der Funktionen von Magen-Leber-Bauchspeicheldrüse-Darm und Niere

 

Ohne diese Punkte abgefragt zu haben, ist es aus meiner Sicht fahrlässig, eine „rein“ psychosomatische Diagnose zu stellen.

Es kann jahrelang an der Psyche „herumgedoktert“ werden, ohne Erfolg und leider mit noch größerer Traumatisierung für den Patienten. Schlussendlich fühlen sich viele Patienten schuldig, weil mit Ihnen ja etwas nicht stimmt und sie es nicht besser lenken können oder Sie fühlen sich als Opfer ihrer Erkrankung.

Wenn körperliche Prozesse nicht mehr funktional laufen, wenn auf Zellebene ein Energiemangel herrscht (durch zum Beispiel eine Mineralstoffmangelsituation), ist der Rest eine Kausalkette.

Das Nervensystem spielt verrückt, daraufhin werden Hormone nicht mehr richtig gebildet, unser Immunsystem funktioniert nicht mehr richtig, Organfunktionen (wie zum Beispiel die Verdauung) verändern sich und nehmen schaden.

Hier „nur“ mir einer Gesprächstherapie oder der Einnahme von Psychopharmaka, dem Problem zu Leibe rücken zu wollen, ist unverantwortlich und ein Therapiefehler.

Doch was klar sein sollte, ist:

 

Es gibt keine Krankheitsentstehung ohne Stress!

Erkrankungen und Symptome entstehen oftmals gerade weil, der Patient ein Leben führt, dass nicht mit seinen körperlichen und emotionalen Bedürfnissen übereinstimmt. 

Ich spreche von körperlichen Bedürfnissen wie:

-eine adäquate Ernährung

-das richtige Maß an qualitativer Bewegung (körperlicher Belastung)

-Bedürfnis nach Entspannung (Ruhen, Meditieren, Schlafmenge und Qualität)

-Bedürfnis nach Sexualität

 

Sowie auch die wichtigsten emotionale Bedürfnisse, wie:

-Bedürfnis nach Durchsetzung und Einfluss (Ich-Stärke)

-Entspannung und Sicherheit

-Harmonie, Geborgenheit und Verbindung zu anderen Menschen

-Leichtigkeit, empfinden von Sinnhaftigkeit

Wie auch immer das Individuum die einzelnen emotionalen Bedürfnisse definieren mag. 

 

Diese Punkte zu balancieren, ist ein wichtiger Grundbaustein in einer ganzheitlichen Therapie.

Nicht in Einklang mit seinen körperlichen und emotionalen Bedürfnissen zu Leben kostet dem Körper auf Zellebene Energie und ein Energiemangel in der Zelle ist Startpunkt für Erkrankung.

 

 

Heilung ist zum großen Teil Emotionsgesteuert – hier setzen wir Psychosomatisch an!

Uns darf bewusst sein, dass jeden Gedanken den wir denken und jedes Gefühl das wir fühlen, biochemische Prozesse freisetzt. 

Das bedeutet eine Reaktion unseres Nervensystems mit der Ausschüttung von Neurotransmittern und unseres Hormonsystems mit der Ausschüttung von Hormonen (Botenstoffen). 

Jeder Gedanke und jedes Gefühl ist also ein Cocktail an Neurotransmittern und Botenstoffen, die durch unseren Körper gehen.

 

Unser emotionales Wohlbefinden steht in der Befehls-Hierarchie über dem Nervensystem und über dem Hormonsystem, dass belegen Gehirnforschungen. 

Anhaltende Störungen unseres Nervensystems und unseres Hormonhaushaltes sind aus diesem Grund auf ein dysfunktionales emotionales Erleben zurückzuführen. 

Und beides Systeme nehmen immensen Einfluss auf alle! Prozesse im Körper. 

So hat ein ressourcenvolles, harmonisches emotionales Erleben umgekehrt großen Einfluss auf unsere körperlichen Prozesse und kann diese wieder normalisieren. 

Auch möchte ich hier betonen, dass es nicht darum geht „negative“ Gefühle zu vermeiden. 

Gefühle wie Ärger, Wut, Trauer, Angst, Ekel und Verachtung sind sehr wichtige sinnvolle Emotionen. Sie geben uns Hinweise, welches Bedürfnis verletzt ist. 

(Ein Beispiel: Angst will uns auf die Bedrohung unseres körperlichen und psychischen Wohlbefindens aufmerksam machen.)

Es geht vielmehr um den Umgang mit diesen Emotionen, denn vermeiden können wir sie nicht.Und es ist auch nicht das Ziel, sich immer gut zu fühlen. 

Wir können nur lernen unschöne Emotionen zu durch-fühlen und nicht an ihnen „hängen“ zu bleiben. 

Denn das hängen-bleiben an Emotionen ist schlussendlich das Problem und nicht funktional.

 

Therapie wird ohne die Veränderung der Lebensumstände nicht gelingen

Auch wenn es am Anfang sinnvoll ist, erstmals eine körperliche Stabilisierung zu erreichen, kommt man in der Therapie sehr schnell an einen Punkt, wo das Psychosomatische und eine Ordnungstherapie (Veränderung des Lebens) schnell in den Vordergrund rückt. 

Verändert der Patient sein Leben nicht, kann zwar die dauerhafte Einnahme von Arzneien oder Nahrungsergänzungsmitteln einige Zeit die Symptome stabilisieren. Doch ist es keine Lösung auf Dauer und hat im Kern nichts mit gesund-werden zu tun, sondern ist eine reine Symptomtherapie.

Ich spreche über diese Punkte ganz offen in der Praxis, welchen Weg Sie als Patient gehen wollen, obliegt Ihnen. 

 

Zum Einsatz, bei der Bearbeitung Emotionaler Themen kommen

-integrative Coachingansätze wie EmTrace, EMDR, EFT

-Kinesiologie

-Emotions- und Merdiantechniken

-Entspannunstraning

-Arbeit mit dem inneren Kind/Teilearbeit